Donnerstag 09. Oktober 2025
Heute geht es weiter Richtung Süden. Hilde wird abfahrtbereit gemacht. Nun, es zieht sich etwas in die Länge, wir sind heute nicht die schnellsten 😉Alles dauert länger, der rote Faden findet sich nicht. Die Ver – und Entsorgung, Hilde von den Keilen und vom Strom befreien.
Dann geht es los, wieder zurück Richtung Hudiksvall. Am Golfplatz von Hudiksvall ist heute eine Menge Volk unterwegs. Wir müssen vorsichtig sein, um nicht in einen Abschlag reinzufahren. Hier wir auch schon mal über die Straße gespielt. Es scheint, dass die Straße ein Grün teilt. Aber die Leute sind freundlich, wir fahren auch sehr langsam, einer winkt sogar.
Am Idenors-Vivägen geht’s nach rechts in die Stadt, wo wir im Lidl einkaufen und an der Circel Tankstelle tanken wollen. So gegen 12:30 Uhr verlassen wir Hudiksvall und fahren auf die E4.
Bei Hagaström fahren wir auf die E16, doch nur bis Valbo. Hier fahren wir runter und halten hinter dem letzten Kreisel. Wir müssen uns erst einmal orientieren. Nach einer kurzen Pause fahren wir auf der 56 weiter. Landschaftlich ist hier kein großer Unterschied zu unseren Wäldern zu erkennen, lediglich die Abstände zu den Siedlungen sind größer.
Tiere sind keine mehr zu sehen und wie schon beschrieben, der Verkehr hat zugenommen. Wehmütig erinnere ich mich an die Strecken Richtung Jokkmokk, Abisko und Alta. Da hat das Fahren Spaß gemacht, aber hier ….
Weiter die 56 entlang. Wieder monoton brummt Hilde ihr Lied und zieht ihre Bahn. Dann kommen wir auf die 72, wo wir uns in Richtung Sala einsortieren. Das soll ein Zwischenstopp werden. Chrissi meint, da gibt es ein Silberbergwerk, das man sich ansehen könnte. Aber durch den Stau an einer Baustelle haben wir eine Menge Zeit verloren…….. Und weil wir so spät weggekommen sind. 😊 Wie auch immer, wir werden es nicht vor Beendigung der Führungen schaffen und ohne Führung kommen wir nicht rein. Es bliebe nur der Ausstellungsraum, den man dann noch besichtigen kann. Da sind wir uns aber auch nicht sicher. Da wir in der Nachsaison unterwegs sind gelten oft andere Öffnungs- und Besuchszeiten, die Google nicht kennt.
Und richtig, es ist später Nachmittag und jetzt erst erreichen wir den Parkplatz des Silberbergwerks. Ein wenig frustriert machen wir eine verspätete Kaffee Pause. Hin und wieder nieselt es. Draußen macht es keinen Spaß herumzulaufen und darum fahren wir weiter. Mal sehen, vielleicht bekommen wir noch ein Kloster bei Tageslicht zu sehen.
Hinter Sala geht die 56 weiter, auf der fahren wir zügig weiter Richtung Vadstena. Wir müssen mehrere Baustellen passieren und es wird immer dunkler. Als wir in Vadsrtena ankommen, ist es stockdunkel. Es ist noch nicht so spät und unseren Schlafplatz, wieder an der Vallsberg Schule, wollen wir noch nicht aufsuchen. Unsere Überlegung ist, dass viele Sehenswürdigkeiten wie alte Schlösser und Burgen nachts angestrahlt werden. Und so beschließen wir weiter Richtung Kloster Alvestra zu fahren.
Am Kloster geht es dann einen Hügel hinunter auf einen beleuchteten Parkplatz mit Bushaltestelle. Ansonsten ist nicht zu sehen. Das Kloster liegt in der Finsternis verborgen. Also kein Licht für Geschichte. Nach einer Pause mit Abendessen geht es weiter. Was solls. Dann fahren wir eben auf unseren Übernachtungsplatz.
Durch die Finsternis, auf der nur hin und wieder von der einen oder anderen Straßenlaterne beleuchteten Straße, geht es zur Vallsberg Schule. Dort sind diesmal beide Stellplatzflächen frei, wir nehmen aber wieder die, die wir schon kennen. Müde stelle ich Hilde ab und wir bereiten uns für die Nacht vor.
Morgen werden wir noch mal das Kloster aufsuchen.
Freitag 10. Oktober 2025
Autotüren klappen. Kinder lachen und schwatzen. In der Woche ist das Aufwachen an einer Schule schon nun sagen wir mal, interessant. Wir wussten was uns erwartet, daher sind wir auch nicht über den Lärm verwundert. Das Wetter ist traumhaft. Mal wieder Sonne und blauer Himmel. Die Laune ist merklich besser. Auf dem Parkplatz ist nun das letzte „Elterntaxi“ abgefahren und nun ist es wieder still.
Wir packen alles zusammen und es geht noch mal zum Kloster. Die Straßen scheinen bei Tageslicht nicht ganz so eng zu sein 😊. Kurz vor dem Kloster muss ich Platz für einen Tankwagen machen. Winkend bedankt sich die Dame hinterm Steuer und verschwindet in einer Staubfahne. Dann kommen wir wieder auf dem Parkplatz unten am Kloster an.
Kamera und Drohnen geschnappt und los geht der Ausflug. Zur Ruine kommen wir an einigen Schautafeln vorbei auf denen die Geschichte des Klosters beschrieben wird. Auch in deutscher Sprache.
Das Kloster wurde wohl von Zisterziensermönchen gegründet. 1185 wurde das Kloster eingeweiht. 1527, zur Zeit der Reformation, beschlagnahmte die Krone den gesamten Klosterbesitz und schloss das Kloster. Heute ist es Bestandteil des Staatlichen Kulturerbes und somit im Besitz aller. Wer mehr wissen will sollte das Kloster selber besuchen. Die Geschichte ist sehr interessant.
Am Kloster wird Summsel in die Luft gelassen. Natürlich unter Berücksichtigung der örtlichen Richtlinien. Chrissi macht derweil Fotos und erkundet das Objekt auf ihre Art. Die Zeit vergeht und es kommen weitere Besucher. Ich hold die Drohne wieder ein, sie hat aber schon ihren Job gemacht. Die Schatten der Ruine zeichnen sich auf der gepflegten Fläche ab und die Fundamente der ehemaligen Mauern sind gut erhalten worden. Alles wirkt friedlich. Der kleine Teich nebenan liegt still da und der die Bäume rauschen leise vor sich hin.
Mittags sind wir dann durch mit allem und wir verabschieden uns. Als nächstes fahren wir zur Brahehus Ruine. Die hatten wir schon zum Beginn unserer Reise von der Straße aus gesehen. Weit ist es nicht, kaum 30 Minuten müssen wir fahren. Schnell bringt uns die E4 hin, direkt daneben liegt die Ruine. Davon ausgehend, dass man davor parken kann, nehmen wir die falsche Abfahrt und fahren daran vorbei. Dabei ist zu sehen, dass der Parkplatz auf der einen Seite der E4 benutzt werden muss, um durch einen Fußgängertunnel auf die andere Seite der E4 zu kommen. Nur über diesen Weg ist die Ruine erreichbar. Leicht grummelnd fahre ich bis zur nächsten Abfahrt. Von der E4 runter, unten durch und wieder rauf auf die Autobahn. Glücklicherweise dauert das ganze Manöver nicht mal zehn Minuten. Zum zweiten Mal fahren wir an der Ruine runter, nur geht es direkt zum Parkplatz. Hinten ans Eck stellen wir Hilde ab. Wieder schnappen wir unser Equipment und machen uns auf den Weg. Die Drohne lasse ich zurück, hier darf ich nicht fliegen. Zu viele Menschen und die Autobahn verhindern ein Aufsteigen.
Trotz der vielen Besucher gelingen uns einige Aufnahmen von den Überresten der Steinburg aus dem 17. Jahrhundert.
Auf der abgewandten Seite geht es hinunter zum See und den Feldern. Von hier hat man eine schöne Sicht auf die Umgebung.
Nach einigen Fotos und Videos machen wir uns auf den Rückweg zu Hilde. Nicht ohne das Serviceangebot der Raststätte vor Ort zu nutzen. Mit Hilde fädeln wir uns auf der E4 wieder ein Richtung Süden nach Tygelsjö. Dahinter befindet sich der Stamhem Stellplatz, der unsere letzte Übernachtung in Schweden werden soll. Wir sind schon gespannt hat, doch der Wetterbericht Sturm für die Region vorausgesagt.
Aber im Moment verläuft die Fahrt ruhig und die Landschaft zieht in bekannter Form an uns vorbei. Fünf Stunden verbringen wir so, bis wir den Stellplatz erreichen. Wir machen uns aus Hilde heraus ein Bild vom Platz und sind zufrieden. Sauber ist er – auch die Dusch- und WC Container. Nur zwei Camper sind da und die Straße hört man so gut wie überhaupt nicht. Bezahlen kann man per PayPal oder direkt (nach telefonischer Absprache).
Dableiben wollen wir nicht. Auf der Fahrt haben wir beschlossen, wenn wir zeitig genug da sind, können wir noch mal nach Falsterbo in die Pizzeria. So als Abschluss. Da war die Pizza letztes Mal super lecker. Und so machen wir es auch.
In Falsterbo angekommen geht es noch mal kurz in den örtlichen ICA. Auf dem Weg dahin sind wir schon an der Pizzeria vorbeigekommen und haben gesehen, dass die Parkplätze alle besetzt sind. Während Chrissi einkaufen ist sehe ich mir die Umgebung an und finde einen Parkplatz etwas weiter weg. Chrissi findet nach ihrer Rückkehr noch einen weiteren und wir machen uns auf dem Weg dahin. Der Parkplatz ist nicht so leicht auszumachen, aber direkt neben einer Bushaltestelle wir ein Parkplatz angezeigt. Der ist zwar nur für zwei Stunden nutzbar, jedoch für uns reicht das. Hilde wird abgestellt und wir begeben uns wieder 100 Meter zurück zum Lokal. Die Pizzeria ist voll besetzt. Wir sind enttäuscht. Letztes Mal waren wir uhrzeitmäßig später hier, jetzt ist es kurz nach sechs Uhr. Ratlos schauen wir uns an. Nach einigem Hin und Her beschließen wir die Pizza außer Haus zu bestellen, um sie dann in Hilde zu verzehren. Und so kommt es auch. Die Pizzen sind kurz darauf fertig und wir können sie mittnehmen. Zurück in Hilde breiten wir uns aus und genießen die heißen und wieder super leckeren Pizzen. Satt gehe ich vor die Tür und entsorge ordentlich die Kartons in einem Mülleimer. Es ist gegen sieben Uhr als ich den Motor von Hilde starte. Nun geht es endgültig auf den Stellplatz. Der Wind hat schon etwas aufgefrischt und zuppelt am Aufbau. Die Dunkelheit begleitet uns.
Auf dem Stellplatz angekommen stelle ich Hilde auf einer der geschotterten Plätze hin. Stützen raus und Landstrom ran. Man kennts. Später versuchen wir mit dem Handy und Paypal uns ehrlich zu machen. Das gelingt erst nach dem zweiten Versuch, da wir die Anleitung nicht richtig verstanden haben. Auch hat der abfotografierte QR-Code nicht funktioniert. Wie auch immer, der Code ist schon sehr verblichen. Erst als ich mit dem Handy den Code noch einmal mit dem Scanner aufnehme, funktioniert es. Hätte ich auch gleich machen können.
Wir sind müde, die Fahrt und das Abendessen hatten ihren Anteil daran. Das Bett ruft.
