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Und wieder Feuer in Jokkmokk #44

Freitag 03. Oktober 2025

Frisch und ausgeruht stehen wir auf. In der letzten Nacht war am Himmel nichts los. Nach einem gemütlichen Frühstück, draußen ist es sonnig und der blaue Himmel ist zu sehen, packen wir alles zusammen und machen Hilde für die Abfahrt bereit. Es geht erst einmal nach Kiruna.

Gegen 11:00 Uhr verlassen wir den Parkplatz der für zwei Nächte unsere „Homebase“ war. Schön wars, aber wir müssen weiter.

Die E10 nimmt uns wieder auf, der Verkehr ist fast nicht vorhanden.  Wir fahren Richtung Süden. Die Strecke ist bekannt und Hilde weiß wo es lang geht.

Zweieinhalb Stunden später fahren wir einen ICA in Kiruna an. Chrissi geht „schnell“ einkaufen und ich sehe mir das Treiben auf dem Parkplatz an. Sie bleibt heute ganz schön lange weg, es ist wohl sehr voll. Wieder da, räumt sie die Sachen weg und wir fahren tanken. Diesel braucht Hilde sowieso aber diesmal wollen wir gleich noch mal AdBlue nachfüllen. Das sollte dann für den Rest der Reise reichen. Im Wind mit ein paar Regentropfen stehend kümmere ich mich darum, während Chrisse die Bezahlung macht.

Mittlerweile hat sich der Himmel komplett zugezogen. Aus Kiruna raus und auf die E10/E45 Richtung Gällivare. Auf der Hälfte der Strecke werden wir für eine Baustelle auf eine Schotterpiste geleitet. Von „Lappeasuando“ bis hinter „Skaulo“ geht die „Dirty Route“. Ab und an kommen wir auf den Asphalt zurück, nur um gleich wieder selbigen zu verlassen. Zu dem kommt auch immer wieder mal Regen dazu, es ist zum ……. , doch da müssen wir halt durch.

Irgendwann haben wir es geschafft und können auf fast menschenleeren Straßen weiter gen Süden fahren. Gemütlich brummt Hilde ihr Lied und die Landschaft zieht dahin. Nur ein Fuchs, der an der Straße zu sehen ist, weckt unsere Aufmerksamkeit. Aber für ausgiebige Beobachtungen ist er zu schnell verschwunden. Der Rest der Tiere wird wohl im Wald auf besseres Wetter warten.

Bei „Gällivare“ trennen sich die E10 und die E45. Wir bleiben auf der E45 und fahren dann an „Porjus“ vorbei und kommen in „Jokkmokk“ an. Es ist Nachmittag geworden und wir schaffen es pünktlich gegen 15:30 Uhr im Arctic Camp an der Rezeption anzukommen. Die ist ab 16:00 Uhr nicht mehr besetzt und wir wollen uns doch anmelden.

Wir können uns wieder da hinstellen, wo wir schon standen. Hilde ausrichten ist daher recht schnell erledigt. Aber, das war viel zu schnell. Hier rumsitzen wollen wir noch nicht, also Kommando „Zurück“ und wir fahren noch mal nach „Jokkmokk“ rein. Die Idee nach Schafsfellstrümpfe beim örtlichen Dealer zu suchen wurde geboren. Also nichts wie noch mal los. Nach zehn Minuten stehen wir vor einem Discounter. Klein aber fein, wie man so sagt. Wir schlendern durch den Laden. Einige Kunden sind mit einkaufen beschäftigt, sie beachten uns nicht weiter. Schnell sind wir durch und mit einem halbgefüllten Korb zahlen wir an der Kasse und sind dann auch schon wieder draußen. Strümpfe gabs wohl doch nicht.

Aber Chrissi gibt nicht auf. Zwei Straßen weiter ist der nächste Discounter, den betritt sie aber allein. Ich bleibe draußen in Hilde. Kurze Zeit später kommt sie raus, legt noch ein paar Sachen in Hilde ab und verschwindet wieder. Direkt über die Hauptstraße zu einem kleinen Lädchen mit Kunstgewerbe Kram. Hier bleibt sie etwas länger. Dann kommt sie mit Ihrer Beute zurück, sie hat die Strümpfe bekommen, der Tag ist gerettet.

Zurück auf dem Platz richten wir uns für einen längeren Aufenthalt ein, aber so, dass wir noch mal loskönnen. Vielleicht morgen noch mal, mal sehen.

Dann das Übliche nach dem Freistehen in der „Wildnis“. Innenreinigung und Duschen, Geräte laden usw..

Nach dem Abendessen wollen wir wieder an unserem Lieblingsplatz und Feuer machen. Wir haben noch unser Holz von zu Hause, das wir nicht wieder mitnehmen wollen. Die Gelegenheit beim Freistehen konnten oder wollten wir nicht nutzen.

Die Stühle werden geholt und das Feuer entzündet. Bei einem schönen Getränk machen wir es uns gemütlich.

Dann holt Chrissi noch für jeden eine Wurst und unsere neuen „Teleskop-Gabeln“. Die direkt am Feuer gegrillten Würste sind einfach genial. Sehr würzig und sehr schmackhaft – und die Gabeln sind auch richtig gut. Super Idee von Chrissi, die zu kaufen.

Ringsum ist es still, nur das knistern vom Feuer ist zu hören.

Dann ist das Feuer heruntergebrannt, es ist fast Mitternacht und wir ziehen uns zurück. Alles wieder verräumen und dann geht’s nach der Abendroutine ins Bett.

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