Dienstag 07. Oktober 2025
Guten Morgen Hudiksvall. Hier auf dem URÖ-Stellplatz verweilen wir diesmal für 3 Nächte. Am Vormittag geht es runter zu „Eishöhle“. Während wir runter zum Wasser gehen und die kleine Mole aufsuchen, genießen wir unser Eis. Von dort spazieren wir hinauf Richtung Weiden und Bauernhof. Der ist privat, also wenden wir uns nach links, um zwischen dem Gehöft und dem See weiter zu gehen. Links des Weges sind einige Schafe und Ziegen zu Hause. Sie beobachten uns beim Vorbeigehen. Dann schlängelt sich der Weg weiter nach links, um näher zum See zu verlaufen. Wir kommen an einzelnen Häuser vorbei. Zu sehen ist aber kein Mensch. Es scheinen wohl Sommerresidenzen zu sein. Wir laufen durch den angrenzenden Wald und folgen einem Pfad. Hier geht es nach zweihundert Metern nicht mehr weiter, also gehen wir zurück.
An Hilde angekommen, in der Zwischenzeit hat sie Nachbarn bekommen, holen wir die Stühle raus und Chrissi macht Kaffee. Der Nachmittag vergeht und als wir die Stühle wieder einräumen fängt es auch schon wieder an zu nieseln.
Bis zum Abend wuseln wir in und um Hilde herum. Eigentlich wollten wir noch Feuer machen, aber die Feuerstelle ist schon besetzt und das Wetter scheint noch unbeständig zu sein. So vergeht der Abend völlig unspektakulär.
Mittwoch 08. Oktober 2025
Mit einem Blick aus dem Fenster stellen wir fest – heute ist das Wetter noch schlechter als gestern. Langsam tasten wir uns an den Tag heran, keine Eile, keine Hektik, nur die blanke Erholung. Ausschlafen, Frühstücken, lange Quatschen. Das Wetter versucht einen herunterzuziehen aber wir sind auf so einem guten Erholungslevel angekommen da kann uns nicht den Tag vergällen.
Der Rest ähnelt dem Vortag, keine große Sache. Die Nachbarn haben schon gepackt und fahren von dannen. Nur noch ein Camper mit einer jungen Familie ist noch vor Ort.
Später reist der Himmel auf und die Stühle finden wieder ihren Weg nach draußen, mit Fellen sind die noch mal so gemütlich.
Zeit den Drohnen einen Rundflug zu gönnen. Die Runden sind zwar nicht aufregend, Licht und Wolken reißen einen nicht vom Hocker, die Gegend ist aber nach wie vor schön und so lassen sich einige Details auf die Speicherkarte bannen.
Am Abend machen wir dann Feuer, Holz kann man von hier beziehen. Auch dafür gibt es die altbekannte Kasse des Vertrauens – Briefumschlag für den Geldeinwurf. Der Himmel ist klar und der Vollmond leuchtet über dem See. In der Ferne sieht man das Licht der Stadt Hudiksvall. Still ist es heute nicht. Das Getröte der Graureiher schallt über den See. Aufgeregtes Geschnatter zeugt von einiger Unruhe unter den Tieren. Wir genießen das Feuer und machen Fotos. Nach einiger Zeit bemerken wir eine Nebelwand, die aus Norden über den See kommt. Fasziniert beobachten wir das Schauspiel und ehe wir uns versehen, können wir nicht mal bis zu Hilde sehen. Nichts ist zu hören, nicht mal die Graureiher. Das Feuer lodert vor sich hin, knistert und vermittelt Sicherheit. Die Situation unwirklich.
Bevor Beklemmung aufkommt, regt sich ein Wind der an Stärke zunimmt. Nicht wie ein Sturm, doch kräftig genug den Nebel mitzunehmen. Es dauert nicht lange, bis wir den Himmel und das andere Ufer wieder sehen. Was für eine Show. Nach dem die letzten Nebelfetzen weg sind funkeln die Sterne am Himmel und der Mond sorgt wieder für glitzernde Spuren auf der Wasseroberfläche. Es ist merklich kälter geworden.
Spät ist das Feuer heruntergebrannt und wir ziehen uns in Hilde zurück.
