Samstag 04. Oktober 2026
Es ist regnerisch und nasskalt. Man mag nicht aufstehen. Deshalb vertrödeln wir bis Mittag die Zeit. Uns hetzt ja keiner. Um nicht den ganzen Tag in Hilde zu verbringen, treten wir einen Spaziergang über den Platz an. Ungemütlich ist es, aber auszuhalten. Hinter dem geschlossenen Bereich, im angrenzenden Wald folgen wir einem Trampelpfad. Der führt uns bis fast ran an die Straße, die am Actic Camp vorbeiführt. Wir wenden uns ab, gehen in Richtung See. Keine hundert Meter weiter versperrt uns die Vegetation den Weg, wir müssen umkehren.
Mittlerweile ist der Nachmittag fortgeschritten und wir kehren zu Hilde zurück. Auf dem Weg dahin kommt Chrissi die Idee heute mal „Auswärts“ zu essen. Mal was Anderes.
Nach dem „Abdocken“ von Hilde geht es ins Zentrum von „Jokkmokk“. Erst einmal die örtlichen Discounter aufsuchen und dann geht es in die Pizzeria „Lilla Paradiset Pizzaria“. Erst beim Eintreten merken wir, dass es eher ein Imbiss als ein Restaurant ist. Die Preise sind human und es sieht sauber aus. Am Tresen machen wir unsere Bestellung, setzen uns in den Nachbarraum und nehmen das vorher bereitgestelltes Besteck und Servietten mit an den Tisch.
Während wir warten beobachten wir das Treiben auf der Straße. Die örtliche Jugend nutzt die Pizzeria wohl auch ganz gerne. Entsprechend „aufgemöbelte“ Fahrzeuge stehen am Straßenrand oder fahren die Hauptstraße hoch und runter.
Die Pizza ist da. Sie ist heiß und schmackhaft und groß ist sie auch. Wir genießen unser Essen und so vergeht die Zeit. Draußen wird es dunkler und es sind immer weniger Menschen zu sehen.
Gut gesättigt und entspannt treten wir den Rückweg an. Hilde hinstellen ist schon Routine. Wieder werden die Rechner aufgebaut und mit den ersten Daten werden schon die „nach dem Urlaub Projekte“ angefangen. Das heißt, dass macht Chrissi. Ich lese mein eBook „Tachyon 01 – Die Waffe von Brandon Q Morris weiter.
Die Nacht kommt schnell und zufrieden gehen wir ins Bett.
Sonntag 05. 2025
Der nächst Morgen beginnt wie der Vorherige. Es ist wie ein Déjà-vu, das Wetter, das Rumtrödeln – alles wie gestern. Nichts wird gemacht. Naja, ein paar Schritte vor die Tür machen wir schon. Aber das ist nur marginal. Den Rest der Zeit verbringen wir wieder am Rechner und mit Lesen. Wir hatten das gewusst, aber ausweichen war diesmal nicht möglich, weil ringsherum, weiter nördlich und westlich, das Wetter noch schlimmer ist.
Abends nehmen wir dann unser Essen, gehen in die Gemeinschaftsküche, wo Chrissi uns was Schönes zaubert. Ich bin für sowas zu bl……, nicht zu gebrauchen, ich habe Kochverbot. 😉
Anschließend genießen wir im benachbarten Gemeinschaftsraum das köstliche Mahl. Draußen ist es mittlerweile stock dunkel.
Abwaschen, Abtrocknen und zurück zu Hilde. Anschließend Chillen und den Abend beschließen.
Montag 06. Oktober 2025
Heute ist das Aufwachen etwas anders. Kein Tröpfeln zu hören. Der Blick nach draußen offenbart – es ist nicht mehr so dunkel. Der Vormittag ist angefüllt mit Vorbereitungen zur Abfahrt. So langsam müssen wir zurück, wir haben nicht mehr viele Tage bis zum Ende unseres Urlaubs.
Unser Ziel für heute ist „Hudiksvall“. Der Platz gefällt uns und liegt auf dem Weg. Somit ist heute ein reiner Fahrtag mit 735 km.
Zu erst Wasser bunkern. Leichter gesagt als getan. Wir fahren bis zur Ver- und Entsorgung, um festzustellen, dass der Frischwasserhahn abgestellt ist. Die Außentemperatur ist weit über null Grad, aber das zählt wohl nicht. Also erst einmal Grau- und Schwarzwasser entsorgen.
Dann ab zurück zur Küche. Aber auch hier ist der Außenwasserhahn abgestellt. Kurzes Grummeln meinerseits, dann die Kanne geschnappt und in die Küche, um dort Wasser zu holen. Zum Abschluss geht es zur Rezeption. Abmelden, leider.
Wir sagen Tschüss und nehmen die E45 gen „Jokkmokk“. Auch hier sagen wir „Auf Wiedersehen“ bis zum nächsten Mal. Aus der Stadt raus geht es auf die E45. Die Strecke ist schon fast die Hausstrecke, so gut kennen wir sie schon.
Langsam verschwindet die Stadt im Rückspiegel und ein wenig wehmütig ist uns schon. Es wird wohl eine lange Zeit dauern, bis wir Lappland wieder zu Gesicht bekommen. Das Wetter ist gut und immer wieder kommt die Sonne raus. Links und rechts zieht die Landschaft dahin. Ein zwei Mal sehen wir auch wieder Rentiere. Wir kommen sehr gut durch, keine großen Behinderungen.
Bei Arvidsjaur wechseln wir auf die E4 und fahren bis nach „Hudiksvall“. Von rechts kommt der Hinweis langsam einen Parkplatz zu finden. Es geht gegen sechs Uhr und so langsam bekommen wir Hunger.
Kurz nach 18:00 Uhr, finden wir an der 369 einen. Den nehmen wir und machen eine Pause zum Abendessen. Die Ankunftszeit in „Hudiksvall“ wird sehr spät sein und so spät wollen wir nicht essen. Eine halbe Stunde später ist das Abendbrot „gegessen“ und wir fahren weiter. Raus in die Nacht, mittlerweile ist es stockdunkel.
Von der Bahn geht es am Rande der Stadt über einen Bahndamm rechts Richtung Stellplatz.
Gegen 21:30 Uhr laufen wir auf dem Stellplatz ein. Nur zwei Camper sind auf der oberen Etage und wir können uns in die Mitte stellen. Leider nicht ohne Keile. Aber wir haben wieder einen schönen Ausblick.
Also Morgen dann – nach dem Ausschlafen.
