Dienstag 30. September
Der Abend war lang und daher gehen wir es heute Morgen gemütlich an. Wir lassen uns Zeit, es soll ein Ruhetag werden. Also es ist nicht angesagt und Hilde bleibt heute noch mal stehen.
Den Vormittag verbringen wir mit quatschen und Drohnen fliegen. Brumsel und Sumsel gehen in die Luft und drehen einige Runden. Ich nutze die Gelegenheit und versuche noch ein paar Einstellungen zu korrigieren, aber der Effekt ist fast null. Naja, dann muss ich mich halt noch mal schlau machen.
Später holen wir wieder die Stühle raus und belagern das Ufer. Einfach nur chillen und die Seele baumeln lassen. Chrissi hält es nicht lange und sie begibt sich auf Entdeckungstour mit der Kamera. Die Zeit tröpfelt so dahin und es ist wieder Zeit ans leibliche Wohl zu denken. Es ist kühler geworden und da kommen unsere Lammfelle für die Stühle zum Einsatz. Das Tischchen geholt und schon ist alles vorbereitet für Kaffee und Zimtschnecken 😊. So lässt es sich leben.
Weil es immer kühler wird brechen wir nach dem Kaffee alles ab und „verräumen“ Tisch und Stühle. Chrissi macht noch einen Plausch mit den Nachbarn, Erlebnisse werden geteilt – das üblich eben.
Wir ziehen uns zurück und beginnen unsere Schätze zu sortieren und zu bewerten. Soll heißen, Rechner an, Bilder und Videos sortieren. Alles muss gesichert werden, Handy, Kameras und Drohnen. Das zieht sich. Es sind einfach sehr viele Aufnahmen von den Polarlichtern. Und auch die anderen Motive wurden ein ums und andere Mal abgelichtet. Lieber haben als brauchen 😉.
Danach werden Vorbereitungen für den Abend getroffen, Polarlichter haben sich angekündigt. In der Dämmerung werden die Stative schon rausgestellt. Dabei kommt Chrissi auch noch ins Gespräch mit unserem anderen Nachbarn. Der kommt ursprünglich aus der Schweiz. Seine Tour über die Lofoten und Nordkap war bis dahin nicht so schön, sie hatten ständig Regen und viel Wind auszuhalten. Kaum waren sie auf der schwedischen Seite war das Wetter super. Er konnte es wohl gar nicht fassen. Da haben wir es wohl richtig gemacht und uns rechtzeitig umentschieden.
Die Nacht bricht herein. Dann, kurz nach Acht, die ersten zaghaften grünlichen Nebelstreifen am Himmel. Leider nicht über dem See, sondern in unserem Rücken. Aber sie entwickeln sich und dann leuchtet das Firmament und zeigt seine Show. Wir haben gute Plätze.
Dann mache ich es wie Meisten, ziehe mich in Hilde zurück und genieße die Show am Skyroof. Zwischendurch mache ich noch was am Rechner, doch ich kann mich nicht konzentrieren. Immer wieder geht mein Blick zum Fenster raus. Das Lichterspiel ist einfach faszinierend. Später fallen mir die Augen zu, ich bin müde und möchte ins Bett. Chrissi kommt wieder rein, es waren „nur“ vier Stunden.
Müde machen wir uns fertig fürs Bett und quatschen noch ein wenig. Dann wird es still in Hilde.
