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Abschied #48

Samstag 11. Oktober 2025

Rütteln und Heulen. Die Nacht war unruhig und an durchgehenden Schlaf war nicht zu denken.

Immer wieder hat mich eine Böe aus dem Schlaf gerissen. Bis morgens um fünf tobte das Wetter, dann wurde es weniger. Immer noch windig, aber nicht mehr so ruppig. Die Halle hinter uns hätte sicherlich einiges abfangen können, doch leider kam der Wind über die Felder. Dort konnte er Schwung nehmen und sich wie ein Wrestler auf uns stürzen. Dummerweise muss ich wohl jemanden verärgert haben, eine „Hexe“ hat auf mich „geschossen“ und ich kann nicht richtig laufen.

Der Hexenschuss ist sehr misslich. Sitzen geht, aber laufen ist nur gebeugt möglich. Man, mir bleibt auch nichts erspart. Das hindert mich nicht meinen Teil der Reisevorbereitung zu erledigen und uns zum Hafen nach Trelleborg zu bringen. Die 40 Minuten bekomme ich hin.

Die E6 bringt uns bis nach Trelleborg hinein und wir können ohne Probleme bis zur Wartelinie durchfahren. Eingecheckt hatten wir schon, am Automaten holen wir nur noch die Bordkarten, die uns den Zutritt an den Schranken bis zur Haltelinie gewähren.

Dann heißt es warten. 13:20 Uhr können wir endlich auf die Fähre rauffahren. Schnell alles sichern und dann ab ins Board-Restaurant. Und richtig. Einige Sitzplätze mit Steckdosen sind noch frei. Also Tisch aufsuchen und Computer raus. Nun sind wir für die Überfahrt gewappnet. Und pünktlich 13:40 Uhr legt die Fähre ab.

Schneller als gedacht sind wir auf dem Weg nach Rostock. Leider schon 😊- aber auch gut wieder Richtung zu Hause zu fahren.

Wir vertreiben uns die Zeit – so gut es geht. Immer mal wieder gehen wir an die frische Luft an Deck. Doch es ist sehr ungemütlich da draußen. Der Sturm hat sich zwar gelegt, windig ist es nach wie vor.

Kurz vor neun legen wir in Rostock an. Wir waren etwas zu früh auf dem Autodeck und mussten zehn Minuten warten bis die Tür entriegelt und freigegeben wurde.

Dann ging alles sehr schnell. Wir wurden aus dem Schiff gewiesen und schon fuhren wir durch den Hafen. Rauf auf die Autobahn und wir fuhren durch die Nacht ab nach Hause.

Unspektakulär und ohne Zwischenfälle verlief die Heimreise und so erreichten wir gegen Mitternacht  unser Zuhause.

Fast 7000 Km liegen hinter uns und jeder Einzelne davon war es wert. Damit endet unsere Reise ins Lappland.

Chrissi und Andy

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